Presse

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Hinweis für die Presse:
Diese und weitere Pressemitteilungen der EKW, wie auch ausgewählte Fotos
zur honorarfreien Veröffentlichung, können beim Präsidium der EKW jederzeit
gern per E-Mail angefragt werden! präsidium.ekw@gmx.de

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Armin Mueller-Stahl wird 95

Er lehnte Kult-Rollen ab und wurde ein Weltstar

Der große Künstler Armin Mueller-Stahl wird am 17. Dezember 95 Jahre alt. Er feiert an der Ostsee.
Foto: picture alliance/dpa

Sierksdorf – Er wird heute Pellkartoffeln mit Quark essen. Er hätte auch Lust auf eine Fete mit alten Kumpeln: „Doch von denen ist ja keiner mehr da.“
Armin Mueller-Stahl („Die Manns“), der deutsch-deutsche Weltstar, feiert mit seiner Lebens-Frau Gabi dankbar seinen 95. Geburtstag, in ihrem Haus in Sierksdorf, an der Ostsee.

Ihre Pazifik-Villa in Los Angeles ist vor 11 Monaten von den Flammen aufgefressen worden – 1000 Bilder, seine Guarneri-Geige, alle Erinnerungen: „Alles, alles, alles weg. Kein einziger Zettel ist geblieben!“, seufzte Mueller-Stahl damals gegenüber der „Zeit“.

Seine blauen „Swimmingpool-Augen“ blicken trotzdem immer noch staunend und zufrieden in die Welt und auf sein unglaubliches Leben: „Na ja, das ist schon toll! Und ich denke, wenn ich einen Schwanz hätte wie ein Tier, dann würde er von hier bis Hollywood reichen.“

Armin Mueller-Stahl (damals 46) im Mai 1976 mit Gitarre vor seinem Haus in Berlin-Köpenick
Foto: picture alliance / ddrbildarchiv

Er ist ein Multi-Mensch. Maler, Musiker, Schriftsteller, Komponist, Sänger, Konzertgeiger, DDR-Star, BRD-Star, Hollywood-Star, Oscar-Kandidat.
Sein Glücksort ist heute seine Garage, die er zum Kunstatelier umgebaut hat. Jeden Tag malt er hier, 3 bis 4 Stunden. Seit er 3 ist, kritzelt und malt er. Seine Lebenstherapie. „Malen ist für mich wie Fliegen. Du bist frei. Man bekommt Abstand von den Dingen.“

Armin Mueller-Stahl: Ein Leben wie Kino, nur echt

Mit 14 Jahren wurde er fast erschossen. Es war 7 Tage vor Ende des 2. Weltkriegs. Ein russischer Soldat mit Gewehr zielte auf ihn: „Hitler-Junge!“ Ein polnischer Kriegsgefangener schlug dem Soldaten die Waffe aus der Hand und schrie:
„Lauf weg!“

Er lief bis nach Hollywood. Kino-Ikone Tom Hanks (69, „Illuminati“) zu BILD:
„Ich habe viel von ihm gelernt – nur durch Zugucken.“

In seinem Gesicht liegt die Weisheit eines großen, suchenden Lebens. Er studierte Geige und Musik in West-Berlin. Er flog von der Schauspielschule. Er ging nach Ost-Berlin, wegen Bert Brecht. Er spielte, sang, dichtete, schrieb, malte –
und verzweifelte an Honecker & Co.

1999: Armin Mueller-Stahl (damals 69) als Dr. Kirschbaum in der amerikanischen Neuverfilmung des Romans „Jakob der Lügner“, den der jüdische Schriftsteller Jurek Becker 1969 in der DDR veröffentlicht hatte
Foto: picture alliance/United Archives

Mueller-Stahl: Diese Kultrollen lehnte er ab

Als der beliebteste Schauspieler der DDR nach Berufsverbot 1980 in den Westen ausreiste, bekam er Morddrohungen von der Stasi und ein Millionenangebot: die Arztrolle des „Prof. Brinkmann“ in dem TV-Hit „Schwarzwaldklinik“. Er lehnte ab. Dann bot man ihm die Kult-Krimi-Rolle des „Alten“ an. Er lehnte wieder ab.

Er wählte nie die Sicherheit: „Das Leben muss auch ein Abenteuer sein! Diese Entscheidungen waren nicht mutig – sie waren notwendig.“ Sein Lebens-Schutzengel ist seit 52 Jahren seine Frau Gabi, eine Ärztin: „All das konnte ich nur tun, weil sie mir die Freiheit gab!“

1996: Armin Mueller-Stahl (damals 66, l.) und Noah Taylor (damals 27) im Streifen „Shine – Der Weg ins Licht“
in Australien. Regie führte Scott Hicks
Foto: picture alliance/United Archives

Mit 56 und nur 3 Sätzen (!) Englisch flogen sie mit eigenem Geld in die USA – und ein neuer Star was born. Sein Theater-Trick: Er lernte englischen Text lautmalerisch auswendig.

In der Nacht, in der die Mauer fiel, guckte er spätabends nach den Dreharbeiten ohne Ton US-TV und dachte, die Mauer-Bilder wären ein erfundener Film-Thriller! Am nächsten Tag weinte er.

Er lebte transatlantisch in zwei Welten: „Amerika, das war die Heimat meiner Filmhelden Gary Cooper und Spencer Tracy.“ Aber seine Heimat war das deutsche Gefühl und die deutsche Sprache: „Es ist immer wie ein Heimkommen.“

Armin Mueller-Stahl (damals 83) blickt entspannt im Bademantel am Strand auf die Ostsee, die er so liebt
Foto: www.sylent-press.de/Peter Sylent

„Ich habe mich am Oscar vorbeigelebt“

„Wenn ein Tag gut ist, ist er gut. Und wenn es mir gut geht, denke ich vorwärts. Ich nutze meine Zeit. Und ich bin ja von Medizinern umzingelt – meine Frau ist Arzt, wie mein Sohn.“

Armin Mueller-Stahl ist ein edler Mann. Geboren am 17. Dezember 1930 in Tilsit (Ostpreußen), adelige Vorfahren. 210 Filme & TV. Regie-Genies liebten ihn – von Fassbinder („Lola“) bis Malick („Knight of Cups“). 20 Jahre Berliner Volksbühne („Jakob der Lügner“). Ewig wird er bleiben als „Konsul Buddenbrooks“ (2008) und als „Thomas Mann“ (2001). Und sein Hollywood: „Shine“, „Night on Earth“, „Music Box“, die Thriller „The International“ (als Ex-Stasi-Killer) „Tödliche Versprechen“ (als russischer Mafia-Pate). Und und und.

Armin Mueller-Stahl (l.) mit BILD-Autor Norbert Körzdörfer 2009 während eines Interviews in Berlin
Foto: Frank Zauritz

Weniger war immer mehr bei ihm. Noch mit 90 wollten ihn Michael Caine (92) oder Denzel Washington (71) als Co-Star: „Aber ich habe mich am Oscar vorbeigelebt. Das passt! In meinem Alter ist das alles nicht mehr so wichtig.“

Der Schauspieler, Musiker, Maler und Schriftsteller im Mai 1976 mit Sohn Christian (heute 51) und seiner zweiten Ehefrau Gabriele (damals 25) am Ufer der Dahme in Berlin-Köpenick
Foto: picture alliance / ddrbildarchiv

Mueller-Stahl: „100 will ich gar nicht werden“

Er hat keine Sehnsucht nach dem Tod, aber auch keine Angst vor ihm: „Null! Ich staune, dass ich noch unter den Lebenden bin. Ich hoffe, dass der Abpfiff kommt, wenn ich das Gefühl habe, ich bin fertig. Ich will kein Pflegefall für meine arme Frau werden. Ohne sie wäre ich gar nicht so alt geworden. 100 will ich gar nicht werden.“

Glaubt er an ein Danach? „Nein. Aber Energie geht ja bekanntlich nicht verloren. Die geht dann in die Erde. Und wenn ich Glück habe, wachsen Stiefmütterchen darauf.“

Malen ist seine große Leidenschaft: Armin Mueller-Stahl 2005 in seinem Künstler-Atelier
Foto: Holde Schneider / ISUM

Sein Gesicht ist ein Gemälde aus Güte. Sein Lebensfazit? „Egal, was die Menschen versuchen, an Schönem zu schaffen, im Vergleich zur Natur werden wir doch alle nur Stümper bleiben!“
Er spielt noch jeden Tag ein bisschen Geige und Klavier: „Für die Synapsen!“

Ein großer Deutscher. Ein großer Geburtstag. Vielleicht gibt’s ja noch ein Fläschchen Wein im „Sierksdorfer Hof“. Prosit!

Gabriele (74) und Armin Mueller-Stahl im Oktober 2024 bei der Verleihung des Prinz-von-Preußen-Preises.
Die Auszeichnung erhielt er für seine „herausragende Lebensleistung“ als vielseitiger Künstler in Schauspiel, Musik und Malerei von der Europäischen Kulturwerkstatt (EKW) in Berlin
Foto: AEDT starpress/aedt

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Prof. Heinz Neubrand – Musikkulturpreis Wien
Eine Auszeichnung feiert Jubiläum 2025.

Musikkulturpreis Prof. Heinz Neubrand -Wien

Seit 10 Jahren wird der „Internationale Prof. Heinz Neubrand-Musikkulturpreis“
in Wien (Österreich) für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Musik und der Kultur an junge Künstler und Persönlichkeiten verliehen, die mit ihren Ideen und ihrem hervorragenden Engagement neue Akzente im musikalischen wie kulturell-gesellschaftlichen Leben setzen.
In enger Kooperation mit der EKW verleiht diesen Preis das Förderkuratorium der Förderorganisation „Musikkultur Wien“. Der Preis erinnert an den bedeutenden Komponisten und Musiker Prof. Heinz Neubrand (1921 – 1998), der mit seinen Schöpfungen unvergessliche Lieder und Musikwerke für Theater, Film und Fernsehen schuf. Im Rhythmus von zwei Jahren wird er in Wien verliehen.

Heinz Neubrand am Klavier

Plattencover – Heinz Neubrand

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Bericht aus Infoblatt des Förderkreises Film Berlin-Brandenburg – 10.2024
F.B. Habel

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Große EKW-Gala der Heitere Muse in Berlin mit Verleihung
des Prinz-von-Preußen-Preis 2024 an Schauspiellegende Armin Mueller-Stahl (6.10.2024)

Am Sonntag, 6.10.2024, fand im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt
die Gala der Heiteren Muse statt. Im Rahmen dieser Gala wurde die große Schauspiellegende Armin Mueller-Stahl mit dem „Prinz-von-Preußen-Preis 2024 der EKW“ für sein künstlerisches Lebenswerk geehrt.
Vor ausverkauftem Haus gratulierten viele prominente Ehrengäste, ein begeistertes Publikum und beliebte Künstler auf der Bühne, in einer berauschenden Gala dem Grand Signeur der deutschen Schauspielkunst mit Standing Ovations und nicht enden wollendem Applaus.

(Artikel aus Super Illu vom 10.10.2024)

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Pressemitteilung der Stiftung Oberschlesien Ratingen vom 05.03.2024


„Ode an die Freude“ am Gleiwitzer Sendeturm.
Die Rheinischen Sängerknaben & Heiko Reissig und Nicole Rhoslynn als
Europa- und Friedensbotschafter in Polen
.
(Sebastian Wladarz)

Ratingen/Gliwice. Kaum eine andere Stadt steht so für den Anfang des dunkelsten
Kapitels der deutsch-polnischen und europäischen Geschichte aber auch für die
Zukunft, wie das oberschlesische Gleiwitz. Das heutige Gliwice (Polen), eine
wirtschaftlich florierende und international vernetzte Stadt, deren Slogan übersetzt
„Die Zukunft ist hier“ bedeutet, war am 31. August 1939 Ort der bekanntesten
Grenzprovokation vor dem Beginn des 2. Weltkriegs. Der fingierte Überfall auf den
deutschen Reichssender Gleiwitz sollte Hitler den Vorwand liefern, um in Polen
einmarschieren zu können. Diese „Fake News“ haben schließlich ganz Europa in
Brand gesetzt und Verwüstung über den Kontinent gebracht. Umso wichtiger ist es,
dass der Knabenchor Hösel – Die Rheinischen Sängerknaben und die Solisten
KS Heiko Reissig & Nicole Rhoslynn am vergangenen Wochenende mit einer emotional berührenden Konzertreise nach Gleiwitz ein Zeichen der Verständigung und des Friedens gesetzt haben, die mit dem Schlußgesang der „Ode an die Freude“, der Europahymne, am historischen Sendeturm in Gleiwitz ihren erfolgreichen Abschluß fand. Belastete gemeinsame Geschichte. Und das kam so.

Anlässlich des 755. Gründungsjubiläums des Dorfes Schönwald (heute: Bojków, Stadtteil von Gliwice) hatte das Organisationskomitee die Idee, an die Gründer des Ortes, die Zisterzienser zu erinnern. Sie werden als Vorläufer eines vereinten Europas gesehen, denn sie vertraten schon im Mittelalter die Idee eines supranationalen Staatsgebildes, basierend auf christlichen Werten und kultureller Vielfalt. Und so entstand das Projekt eines Konzerts „Pro Unitate Europae“.
„Die Idee fanden wir gerade vor dem Hintergrund der gemeinsamen Geschichte aber auch des Krieges in der Ukraine hervorragend“, sagt Chordirektor Toralf Hildebrandt. Über gemeinsame Geschichte zur Versöhnung, war der Gedanke. Und die Geschichte ist auch in Schönwald, dem heutigen Bojków äußerst belastet. In der deutschen Sprachinsel, die bis zuletzt jeglicher Slawisierung widerstanden hatte, lebten bis 1945 fast ausschließlich rein deutschsprachige Menschen. Deswegen wurde das Dorf nach dem Ende des deutschen Angriffskrieges komplett „leergefegt“. Die Deutschen mussten gehen und an ihrer Stelle wurden Vertriebene aus Ostpolen, der heutigen Westukraine angesiedelt. Sehr lange gab es kaum Impulse zur Annäherung. Erst der Nachfolgegeneration gelingen kleine, aber wichtige Schritte der Verständigung. Zivilgesellschaft ist viel weiter als die Politik.

Vor diesem Hintergrund war es selbst 85 Jahre nach Kriegsausbruch eine durchaus sensible Aufgabe für einen Knabenchor aus Deutschland, das Jubiläumsprogramm mitzugestalten. „Ich verhehle nicht, dass ich mich schon gefragt habe, wieviel Deutsch das Publikum verträgt, als ich das Programm erstmalig gesehen habe“, sagte einer der Organisatoren. Doch auch wenn der Großteil der Lieder deutschsprachig war, so hatten sie ihren Ursprung in vielen Ländern Europas. Und so zeigte sich schnell, dass die Organisatoren umsonst Sorgen gemacht haben. Bereits nach Puccinis „O mio babbino caro“, dargeboten von der Sopranistin
Nicole Rhoslynn, erhoben sich die Menschen von ihren Plätzen, um stehend Beifall zu spenden. Da hatte das Konzert gerade eben angefangen. Als dann Tenor
KS Heiko Reissig die deutsche Version von „Blondynki, brunetki“ (Ob blond, ob braun) des polnischen Startenors Jan Kiepura (geb. in Sosnowiec in der heutigen Woiwodschaft Schlesien) darbot, war das Publikum vollkommen aus dem Häuschen und das Konzert wurde zum Mega-Erfolg. Ein Vertreter der Vertriebenen aus Ostpolen (Kresowcy) sagte nach dem festlichen Ausklang: „Die deutsche Sprache, so musikalisch dargeboten, klingt wunderbar. Das ist heute nicht mehr die Sprache des Feindes, sondern eines befreundeten Volkes. Das Konzert war Weltklasse!“ Was auch positiv auffiel, war die Tatsache, dass viele junge Menschen im Publikum waren. „Genau die brauchen wir, um unser Europa weiter zu bauen“, freute sich auch Katja Schellmat vom Vorstand der Chorknaben. „Die Zivilgesellschaft ist im bilateralen Bereich längst weiter als die Politik“.

Am Sonntag hatten die Rheinischen Sängerknaben dann noch die Ehre, im Beisein von Diözesanbischof Slawomir Oder und Stadtpräsident Adam Neumann den Festgottesdienst anlässlich des 755. Jubiläums des Dorfes Schönwald/Bojków mitzugestalten, der in polnischer, deutscher, französischer und lateinischer Sprache gehalten wurde. Auch hier brachte nicht nur das Credo der Chorknaben, sondern auch das „Ave Maria“ von Bach/Gounod in der Ausführung von Nicole Rhoslynn Gänsehautmomente. Anschließend wurde der Platz vor der Kirche, der zentrale Platz in Bojków, in „Zisterzienserplatz“ umbenannt. In einem Schauspiel in historischer Kleidung skizzierten Kinder und Jugendliche die Gründung des Dorfes, das nach deutschem Recht gegründet wurde und bis heute ein Ort deutsch-polnischer und sogar europäischer Geschichte ist. Werbung für die Europawahl.

Chordirektor Toralf Hildebrandt zieht ein positives Fazit der Reise: „Man kann ohne falsche Bescheidenheit sagen, dass das Projekt ein Leuchtturm in der deutsch-polnischen Verständigung war und sicherlich Werbung für die europäische Einigung ist. Wie wichtig dieses vermeintliche Dorffest in Gleiwitz war, zeigte die Präsenz höchster Repräsentanten aus der kommunalen und regionalen Politik sowie der Kirche“. Daneben sei es für die Chorknaben auch eine Bildungsreise gewesen. Denn neben dem Sender Gleiwitz standen auch Einrichtungen, wie das Gedenkhaus Oberschlesischer Juden auf dem Programm. „Natürlich konnten wir uns auch von der Spitzenklasse der regionalen Küche überzeugen. Insgesamt nehmen wir sehr viel mit“, sagten die Choristen mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. Was sich der Chordirektor nun wünscht? Hildebrandt dazu: „Zum einen, dass sich aus diesem Projekt im Sinne der Nachhaltigkeit weitere deutsch-polnische Vorhaben, auch im Sinne der Regionalpartnerschaft NRW-Schlesien, entwickeln. Und zum anderen, und da betone ich, dass wir als Verein überparteilich sind, möchte ich vor dem Hintergrund der anstehenden Europawahl an die Menschen appellieren, zur Wahl zu gehen und die europäische Einigung zu wählen. Alles andere, das konnte man hier in Gleiwitz/Gliwice auf besondere Weise spüren, führt unseren Kontinent ins Elend“.

Die Rheinischen Sängerknaben (Ltg. von Toralf Hildebrandt) und die Gesangssolisten Nicole Rhoslynn & KS Heiko Reissig wurden vom polnischen Publikum umjubelt.
(Fotos: Matthias Wehnert)

WDR Lokalzeit Düsseldorf vom 13.03.2024

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PRESSEMITTEILUNG

der Europäischen Kulturwerkstatt Berlin-Wien (EKW) vom 19. Dezember 2023 /
EKW-Büro Berlin

VATIKAN IM STURM EROBERT
Heiko Reissig und Die Rheinischen Sängerknaben in Rom umjubelt

Auf Einladung des Vatikans und der „Fondatione pro Musica e Arte Sacra Rom“ gastierten zu den vorweihnachtlichen Feierlichkeiten des 3. Advent und des
87. Geburtstags von Papst Franziskus, als ausgewählte musikalische Botschafter Deutschlands, der renommierte Knabenchor und EKW-Förderensemble
„Die Rheinischen Sängerknaben“ aus Düsseldorf unter Leitung von
Toralf Hildebrandt und der aus Wittenberge (Land Brandenburg) stammende erfolgreiche „Tenor der Herzen“ sowie Gründungsintendant der Elblandfestspiele Wittenberge, Kammersänger Heiko Reissig, in Rom vom 15. – 18.12.2023.

In zwei umjubelten Konzerten gaben die jungen Sänger und Heiko Reissig, begleitet vom talentierten Organisten Johannes Krahl aus Leipzig, ein bewegendes Stelldichein mit berühmten deutschen Weihnachtsliedern und internationalem Liedgut aus verschiedenen Jahrhunderten. Neben dem großen Konzert in der legendären Kirche St. Ignatius in Rom am 16.12.2023, war der Auftritt im weihevollem Rahmen einer Vatikan-Konzertmesse im Petersdom zum
87. Geburtstag von Papst Franziskus am Sonntag, dem 17.12.2023, das absolute Highligt. Im höchsten Heiligtum der Christenheit gaben Sie eine einmalige Kostprobe ihrer vollendeten Gesangskunst, die das Publikum zu Tränen der Rührung verführte und mit langanhaltendem Applaus dankte. Nach den Konzerten mußten Solist und Sängerknaben noch viele Autogramme für die gerührten Konzertbesucher schreiben, die mit ihrem Gesang den Nerv des Publikums getroffen hatten.

Für diese besonderen Konzertauftritte in Rom hat sich der Chor, gemeinsam mit Solist Heiko Reissig, lange darauf intensiv vorbereitet und die Musikauswahl nach den speziellen Wünschen des Heiligen Stuhls einstudiert. Für alle Mitwirkende war es eine ganz besondere Auszeichnung und Ehre für die Konzerte in Rom ausgewählt zu werden. Die Auftritte der Sänger wurden begleitet von Drehaufnahmen für eine Reportage über das Rom-Gastspiel vom Fernsehsender MyTV. Als ein besonderes Erlebnis gab es eine private Führung durch den „Vatikan-Staat“ durch den Leiter der Fondatione, Herr Dr. Courtial, der die jungen Sänger und Ihre Gäste sowie die extra zu den Konzerten angereisten Fans aus Deutschland, die nicht öffentlichen Bereiche des Vatikans vorstellte und historisch erklärte.

Diese erfolgreichen Konzertauftritte in Rom sind für alle Mitwirkenden ein ganz besonderer Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens geworden. Mit herzlichen Worten dankten im Anschluß die Vertreter des Vatikans sowie die anwesenden Ehrengäste, geladene Botschafter und kirchliche Würdenträger den musikalischen Botschaftern Deutschlands persönlich für Ihr Engagement und für die hervorragende künstlerische Umsetzung und Präsentation. Eine nächste Einladung nach Rom wurde bereits ausgesprochen.

Petersplatz in Rom – Heiko Reissig und Die Rheinischen Sängerknaben
Heiko Reissig im Petersdom in Rom nach dem Konzert
Petersdom in Rom – Heiko Reissig & Die Rheinischen Sängerknaben
Heiko Reissig & Die Rheinischen Sängerknaben auf dem Petersplatz in Rom
St. Ignatius – Heiko Reissig & Die Rheinischen Sängerknaben

https://supertipp-online.de/nachrichten/ratingen/hoeseler-knabenchor-begeistert-in-rom-id346893

https://rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/ratingen-hoeseler-knabenchor-reist-nach-italien_aid-104354931

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Aufruf!
Deutschland benötigt einen qualifizierten Musik- und Kulturjournalismus!

Das Präsidium der EKW unterstützt die Bemühungen des Deutschen Musikrates (DMR) mit der Forderung nach einem qualifizierten Musik- und Kulturjournalismus in Deutschland. Siehe nachfolgend die Stellungnahme des Deutschen Musikrates vom 30. Juni 2023.

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Pressemitteilung der EKW vom 06.01.2023
zur Verleihung des Prinz von Preußen-Preis an Prof. Justus Frantz und
Elisabeth Trautwein-Heymann

PRINZ-VON-PREUSSEN-PREIS der Europäischen Kulturwerkstatt
an Justus Frantz und Elisabeth Trautwein-Heymann verliehen

Es war ein bewegender Moment, als das Publikum der Gala in Wittenberge, gemeinsam mit den Solisten „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt.“, anstimmte – eines der großartigen Lieder des Filmkomponisten Werner Richard Heymann, dessen Tochter Elisabeth Trautwein-Heymann den Dr.-Friedrich-Wilhelm-Prinz-von-Preußen-Preis-2021 der Europäischen Kulturwerkstatt erhielt. Der 1961 verstorbene Musiker wusste nur zu gut, was Freundschaft bedeutet. Ein Jahr nachdem er dieses Lied komponiert hatte, musste er Deutschland 1933 völlig unerwartet verlassen; aufgrund seiner jüdischen Herkunft war der einst Gefeierte nun ein Feind.

Es gibt jedoch immer wieder couragierte Persönlichkeiten, die ausgrenzender Freund-Feind Zuordnung, Menschlichkeit und Dialog gerade auch mittels Kunst und Kultur entgegenstellen. Sei es der koreanische Komponist Isang Yun (1917-1995), der unablässig hoffte, durch sein Wirken und Werk, den Frieden zwischen Nord- und Südkorea zu fördern, oder Maestro Daniel Barenboim, der mit dem West-Eastern Divan Orchestra – mit Musikern sowohl israelischer als auch arabischer Herkunft – in dem von gewaltvollen Auseinandersetzungen geprägten Konfliktgebiet des Westjordanlandes ein berührendes Konzert gab.

Auch der Schirmherr der diesjährigen Gala in der Elblandstadt, zugleich Dr.-Friedrich-Wilhelm-Prinz-von-Preußen Preisträger 2022, Professor Justus Frantz, traf nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine eine klare Entscheidung: Er übermittelte eine wunderbare Videobotschaft an die Veranstaltung in Wittenberge, gab aber selbst zu dieser Zeit ein Konzert in Moskau, das ZEIT ONLINE unter dem Titel „Illusionen in Moskau, zum Weinen schön. Wie ein deutscher Dirigent für einen Abend den Westen nach Russland brachte“, als „kulturelles Gegenprogramm zur Verdammnis aller Westlichkeit, die die russische politische Elite zelebriert“, bezeichnete.

Jenseits aller durch den Krieg beförderten Feindbilder berührte Justus Frantz mittels Musik universelle Menschlichkeit, die das herausragende und couragierte Lebenswerk aller mit dem Prinz-von-Preußen-Preis Ausgezeichneten charakterisiert.
Weitere Informationen unter: http://www.europaeische-kulturwerkstatt.de

Foto: Gala Wittenberge mit Preisträgerin Elisabeth Trautwein-Heymann, sowie
EKW-Präsident KS Heiko Christian Reissig und EKW-Ehrenpräsidentin Sibylle Prinzessin von Preußen

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Starpianist und Dirigent Prof. Justus Frantz hat die Ehrenschirmherrschaft über die EKW-Produktion „Wittenberger Heimatmelodie 2022“ im Festspielhaus der Elbe-Stadt Wittenberge (Land Brandenburg) am 15. Oktober 2022 übernommen

Prof. Justus Frantz (Foto: privat)

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Unsere KS Prof. Renate Holm, Vorsitzende des Kuratoriums der EKW, feiert in Wien ihren 90. GeburtstagWir gratulieren ganz herzlich!

BILD-Deutschland vom 09.08.21 / EKW-Autor: Tom Zinram

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Pressemitteilung 3/2021
der Europäischen Kulturwerkstatt (EKW)

vom 21. Mai 2021, Berlin / Potsdam / Wien

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Wolfgang Joop wird Ehrenmitglied der Europäischen Kulturwerkstatt

Wolfgang Joop / Foto: Andreas Rentz

Eine Ehrenmitgliedschaft wird von der Internationalen Gesellschaft zur Förderung von Kunst, Musik und Theater (EKW) in Anerkennung der herausragenden künstlerischen Verdienste und der großen Lebensleistung einer Persönlichkeit verliehen. Zudem wirkten die bisher Ausgezeichneten auf ihre Weise auch daran mit, unsere Welt ein wenig menschlicher zu gestalten.

Zu den Ehrenmitgliedern der Europäischen Kulturwerkstatt gehörten/gehören beispielsweise Lord Yehudi Menuhin, Sir Peter Ustinov, KS Prof. Renate Holm oder Prof. Justus Frantz.

Wolfgang Joop ist nicht nur ein großartiger Modeschöpfer, Designer und Künstler, der in seinen Kreationen, wie beispielsweise in der einstigen Wunderkind Kollektion auch Elemente der eigenen Geschichte poetisch und zugleich zukunftsweisend umsetzte. Couragiert und innovativ ging und geht er auch in schwierigen Zeiten ermutigende und erstaunliche neue Wege. Trotz seiner Arbeit in einer in ihrer Außenwirkung eher schillernden Welt hat Professor Joop sich ein Herz für in Not geratene Menschen und Tieren bewahrt, für die er sich auch persönlich engagiert.

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Zum 75. Geburtstag von Dagmar Frederic

November 2020, ELRO Seniorenmagazine

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Ein Leben für die Musik! Kammersängerin Prof. Renate Holm, Vorsitzende des Kuratoriums der Europäischen Kulturwerkstatt, im Portrait.

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Presseartikel 09/2020 zur Ausstellungseröffnung von Sibylle Prinzessin von Preußen

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Pressemitteilung 6/2020
der Europäischen Kulturwerkstatt (EKW) Berlin-Wien

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Generalmusikdirektor Manfred Rosenberg in Berlin gestorben

Unser EKW-Ehrenmitglied, Maestro GMD Manfred Rosenberg, langjähriger Chefdirigent des DEFA-Sinfonieorchesters, des Deutschen Filmorchester Babelsberg und der Elblandfestspiele Wittenberge, ist in Berlin verstorben.
Manfred Rosenberg hat die Musikkultur Ostdeutschlands als erfolgreicher Dirigent, Arrangeur, Komponist, Klavierbegleiter und musikalischer Ratgeber vieler junger Nachwuchskünstler wesentlich mitgeprägt und beeinflußt. Nach dem Krieg begann er als Kapellmeister am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin,
wurde dann langjähriger Chefdirigent des DEFA-Sinfonieorchester, mit unzähligen Einspielungen von Musik für Film und Fernsehen (u. a. „Die Legende von Paul und Paula“, TV-Serie „Zur See“ etc.) und war in gleicher Funktion beim neu fusionierten „Deutschen Filmorchester Babelsberg“ tätig.
An der Seite von Gründungsintendant Heiko Reissig war er Mitinitiator der erfolgreichen Elblandfestspiele Wittenberge und stand ihnen viele Jahre am Pult als erster musikalischer Leiter vor. Von Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe wurde er 2002 mit dem Berufstitel Generalmusikdirektor ausgezeichnet. 2010 wurde Manfred Rosenberg in der Philharmonie Berlin zum ordentlichen Ehrenmitglied der Europäischen Kulturwerkstatt (EKW) Berlin-Wien, auf Vorschlag von  Staatsopernintendant Prof. Dr. Hans Pischner und Dr. Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen, berufen. Bis ins hohe Lebensalter war er weiterhin musikalisch tätig.
Am 16. Juni 2020 ist GMD Manfred Rosenberg im Alter von 90 Jahren
in Berlin verstorben.

GMD Manfred Rosenberg (Foto: EKW-Archiv/Daniel Horn)

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Pressemitteilung 5/2020
der Europäischen Kulturwerkstatt (EKW) Berlin-Wien

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„Das gibt ́s nur einmal“ –
Justus Frantz ist Schirmherr der 3. Wittenberger Heimatmelodie 2020

EKW-Ehrenmitglied Justus Frantz, deutscher Pianist, Dirigent und Fernsehmoderator

Prof. Justus Frantz, weltweit bedeutender Pianist, Initiator und langjähriger Leiter des Schleswig-Holstein Musik Festivals, der Philharmonie der Nationen und nicht zuletzt Gastgeber der beliebten ZDF-Sendereihe „Achtung Klassik“, wird als Ehrenschirmherr der Wittenberger Heimatmelodie 2020, den dies- jährigen Dr. Friedrich-Wilhelm-Prinz-von-Preußen-Preis überreichen.

Kammersänger Heiko Reissig, Opernsänger und Präsident der Europäischen Kulturwerkstatt, hat für die nun bereits 3. Galaveranstaltung in seiner Geburts- stadt Wittenberge erneut ein großes, beschwingtes Musikprogramm zusamm- engestellt. Dabei treffen internationale Stars wie Die 3 Tenöre der Operette, Keith Tynes von der legendären amerikanischen Pop-Gruppe The Platters, die französische Kunstpfeiferin Christine de Rossignol, der nicht nur aus dem ARD– Polizeiruf 110 bekannte Schauspieler Giso Weißbach, das farbenprächtige Show- ballett Energy Dancers oder der mit dem DAAD-Preis 2018 ausgezeichnete junge russische Pianist Nikita Volov auf junge Talente wie die Nachwuchssängerin und Lotte-Lehmann-Preisträgerin Julia Schuhmacher aus Perleberg, die erfolg- reiche Band Back up oder das Kindertanzensemble Rösel aus Wittenberge. Das fulminante Bühnenfeuerwerk wird von der Firma Detlef Benecke beigesteuert.

Das Motto der Gala „Das gibt ́s nur einmal“ ist der Beginn eines der vielen be- kannten Lieder des erfolgreichsten Filmkomponisten der UFA, Werner Richard Heymann. Dieses Lied des seinerzeit noch im amerikanischen Exil lebenden Komponisten wurde am Ende des zweiten Weltkrieges zur Hymne der großen Hoffnung auf bessere Zeiten. In diesem Sinne wurde es auf der ganzen Welt, vom Broadway in New York bis hin zum Kurfürstendamm in Berlin, gespielt. Werner Richard Heymanns einzige Tochter, Elisabeth Trautwein-Heymann, hält bis heute die Erinnerung an das nicht immer einfache Leben ihres Vaters und insbesondere an dessen großartiges künstlerisches Werk mit enormen Enga- gement aufrecht. Für diese herausragende Lebensleistung wird ihr der Dr. Friedrich-Wilhelm-Prinz-von-Preußen-Preis 2020 verliehen.

Der Preis wird Elisabeth Trautwein-Heymann während der Gala von Prof. Justus Frantz und Sibylle Prinzessin von Preußen, der Ehrenpräsidentin der EKW und zugleich Preisstifterin, überreicht.
Durch die große Show führt wieder die beliebte Entertainerin Dagmar Frederic.

Die „3. Heimatmelodie“ findet am Sonnabend, den 26. September 2020,
um 16 Uhr 
(bis ca. 19 Uhr) im Kultur- und Festspielhaus Wittenberge, statt. Vorbehaltlich aktuell geltender Corona-Bestimmungen gibt es die begehrten Karten über die Tourist-Information Wittenberge, Telefon: 03877-9291-81/81.

EKW-Ehrenmitglied Justus Frantz, deutscher Pianist, Dirigent und Fernsehmoderator

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Große Hilfsaktion der EKW mit EKW-EM Theophana Prinzessin von Sachsen für notleidende Kinder in Rumänien – März 2012

Bericht Zeitung „Iasi“ – 17.03.2012

In einer großen EKW-Spendenaktion für notleidende Kinder in Rumänien, wurden von den Künstlern der EKW unter Leitung von EKW-EM Theophana Prinzessin von Sachsen, medizinische Gerätschaften, Kleidung, Spielzeug, Schulhefte und Nahrungsmittel im Wert von 200.000 Euro in Berlin gesammelt und mit einem LKW-Transport nach Rumänien gebracht. In der Stadt Iasi wurden die Spenden an den Bürgermeister der Stadt und dem St. Maria-Krankenhaus von EKW-Büroleiter Rumänien, RA Silvius Buimistru, feierlich übergeben. 

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aus der SUPERillu Nr. 26 / 2003